Ermutigung 

Dies ist ein Fachbegriff aus der Individualpsychologie Alfred Adler's - und ist nicht mit dem alltagssprachlichen Begriff identisch. Ermutigung  ist nicht Lob! Hier das Wichtigste in Kürze - der Telos-Mut-Baum.

T = Telos: das Ziel erkennen: Welches Ziel verfolgt jeder Mensch mit jeder seiner Handlungen (bewusst und unbewusst)?

E = Ermutigung: Das, was jedem Menschen hilft, seinen Selbstwert zu stärken.

L = Lebensstil: Jeder Mensch ist von der Meinung seiner Kindheit geprägt und handelt dementsprechend

O = Null: Niemand ist eine "Null".  = Kreis: In jedem Menschen schließ sich der Kreis.

S = Schöpferische Kraft: Jeder Mensch entscheidet in jedem Augenblick.

 

M = Miteinander: Gemeinschaft gleichwertig leben

U = unbewusste Verhaltensweisen des Lebensstils berücksichtigen

T = Tun: Jeder mutige Mensch trägt seinen Teil (aktiv) zur Gemeinschaft bei.

 

Ergänzend:

- Ermutigung meint den Menschen an sich - erst viel später sein Tun und Handeln.

- Ermutigung bedeutet "So, wie du bist, bist du gut genug!" (Theo Schoenaker).

- Ermutigung schafft eine grundsätzlich annehmende Atmosphäre ("atmosphärische Ermutigung", Franzjosef Mohr).

- Ermutigung macht konkret "Mut" - (wieder) mitzumachen, egal, wie unvollkommen der Beitrag ausfällt.

- Ermutigung ist die absolut Vertrauen-gebende grundsätzliche Einstellung zum Leben.

- Gleichwertigkeit schafft ein Gefühl der Entspannung, des Wohlwollens und des Wissens "so ist es richtig"

 - Die Erkenntnis über die (unbewussten) Ziele meiner Mitmenschen ermöglichen Wege zum Miteinander, zum Kompromiss und zum Handeln in Frieden.

 - Die Ermutigung, die ich gebe, kommt zu mir zurück, stärkt und erheitert mich und schafft Frieden.

- Ermutigung bezieht alle Menschen, die mir im Laufe des Tages und des Lebens begegnen, mit ein.

"Ermutigung" klingt sehr einfach. Es ist ein schönes, eingängiges Wort. Das Wort an sich macht Mut, sie zu leben.

 

 

Veronika Seiler    Utting am Ammersee, veronika-seiler@web.de 08806/95233