ZeiTRauM Schöpfung/ Kinderbegleitenleichtgemacht
Veronika Seiler
Utting am Ammersee, veronika-seiler@web.de 08806/95233

 Pädagogische Ratgeber für Eltern und alle, die mit Kindern leben und/oder arbeiten:

 

_ Das Kind ist Schöpfer (im Enstehen)

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GANZ NEU:

Mein Kind klar und bedeutungsvoll ins Leben begleiten, Klare stressreie Erziehung, einfühlsam, frei und gestaltend, Werkzeugsammlung aus der Schatzkiste der Telos-Entfaltung,
ISBN 9 783756 854950, € 7,90 , CHF 11.90, 64 Seiten
 

 Mein Kind klar und bedeutungsvoll ins Leben begleiten: Klare, stressfreie Erziehung, einfühlsam, frei und gestaltend Werkz...

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- Wir bekommen ein Baby! Und wo bleibe ich?


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 "Wir bekommen ein Baby! Und wo bleibe ich? Geschwisterkinder ermutigend auf die Geburt des Säuglings vorbereiten."

BOD, ISBN  978-3741271328, 112 Seiten,  € 9.99,  Nov. 2016

 

Inhaltsverzeichnis:

 

Bevor Sie anfangen… Vorwort. 7

 1        Wir bekommen ein Baby – „Ermutigung” hilft dem großen Geschwister 9

 1.1        Sicherheit für das große Geschwister – den Knoten am Mobile fester knüpfen   10

 1.2        Ich werde ein großes Geschwister – So sagen wir es unserem Kind. 11

 1.3        Mamas Bauch wird aber dick – ich spür` dich schon – die Schwangerschaft 17

 1.4        Das „große“ Kind miteinbeziehen – die Vorbereitungen laufen an   25

2        Die Geburt – mit „Mut“ für alle. 28

 3        Geboren! – Das Mobile „Familie“ wird justiert. 36

 4        Alltag mit dem Neugeborenen – „Ermutigung“ knüpft die Mobile-Knoten fest 43

 5        Das Baby wird beweglich – Als Eltern „ermutigend“ aktiv bleiben! 51

 6        Wenn der Sturmwind bläst – „Entmutigung“ bringt das Mobile zum Wackeln   63

 6.1        Mama braucht viel Zeit für das Baby. 64

 6.2        Dann muss ich mir was anderes überlegen...! – Ausweichhandlungen des „entmutigten“ älteren Kindes 73

 7        Wie Eltern helfen können – „Ermutigung“ für notleidende Geschwister 83

 8        Aus der Ermutigungs-Kiste – Hilfen für Eltern und Kinder 88

 9        Wenn das „ältere“ Geschwister sehr jung ist. 102

 10      Das erste Jahr ist schon vorbei 105

 11      Ausblick - Familie als Einheit. 109

 12      Bücher von Veronika Seiler. 111

 

Auszüge:

 

Bevor Sie anfangen… Vorwort

 Es ist wunderschön, ein Kind zu haben.

 Es ist auch wunderschön, zwei oder mehrere Kinder zu haben.

 Manchmal ist es auch sehr anstrengend. Vor allem in der Zeit, wenn ein zweites oder weiteres Kind geboren wird.

 Es ist anstrengend, weil der Säugling uns viel Kraft kostet. Und es ist anstrengend, weil das ältere Kind plötzlich wieder viel Aufmerksamkeit fordert.

 Wir Eltern wollen, dass es allen in der Familie gut geht!

 Wie wir das machen können, erzählt dieses kleine Buch: Nämlich die älteren Kinder in Freude, Verständnis und Gleichwertigkeit und mit dem positiven Glauben an das Kind mit in die Schwangerschaft und die erste Zeit mit dem Säugling einzubeziehen.

 Als Mutter von vier Kindern, Kinderhausleiterin und Individualpsychologische Beraterin habe ich mein Wissen und meine Erfahrungen in dieses Buch einfließen lassen. Dank an dieser Stelle meinen Eltern, von denen ich Ermutigung praktisch und theoretisch gelernt habe!

 Lassen Sie sich von diesem Büchlein inspirieren, Ihren ganz individuellen, verständnisvollen Weg mit Ihren jungen Kindern in Mut und mit Vertrauen zu gehen und so allen Menschen in Ihrer Familie zu zeigen: „Ich habe dich lieb, gerade so, wie du bist! Du gehörst dazu!“

 Es könnte sein, dass Ihnen der Umgang mit Kindern, so wie ich ihn beschreibe, sehr feinfühlig, zu behutsam und für Kinder möglicherweise nicht passend erscheint. Mög-licherweise haben Sie Sorge, Ihre Kinder tun dann nicht mehr, was Sie wollen, oder „was Sache ist“.

 Vielleicht mögen Sie sich trotz Ihrer eventuellen Zweifel probehalber darauf einlassen! Und haben Sie keine Sorge: Die Kinder werden mit großer Wahrscheinlichkeit trotzdem – oder gerade deshalb – Ihre Autorität anerkennen. Weil Sie sich gleichwertig angenommen fühlen…

 Das Büchlein ist ganz bewusst kurz gefasst, denn viel Zeit haben wir Eltern ja meist nicht… Es dauert nur wenige Stunden, es zu lesen – und kann Wunder bewirken. Das Wunder der Ermutigung. „Ermutigung“ ist das Hand-werkszeug der Telos®-Ermutigungspädagogik, deren Grund-lage die Individualpsychologie ist. „Ermutigung“ tut nicht nur Familien in besonderen Situationen (wie die Geburt eines Geschwisters sie darstellt) gut, sondern allen Kindern und Menschen jeden Alters.

 Mein Wissen und meine Erfahrung als „Ermutigungs-pädagogin“ gebe ich Eltern, PädagogInnen und LehrerInnen in der Weiterbildung „Telos®-Ermutigungspädagogik“ in der Telos®-Akademie weiter. (www.telosgesellschaft.de)

 Vielleicht haben Sie dieses Buch zu einer Zeit in die Hand bekommen, als das junge Kind schon geboren ist: Dann lesen Sie die ersten Kapitel zur Information. Trauen Sie sich, den „Zeitplan“ umzuwerfen und die Anregungen Ihren Bedürfnissen und Ihrer Familie anzupassen.

 Viel Freude miteinander!

 Veronika Seiler

 

1  Wir bekommen ein Baby -  „Ermutigung” hilft dem großen Geschwister

 Da ist eine Familie. Vater, Mutter, ein oder mehrere Kinder. Alles läuft so weit ganz gut. Alles hat sich mehr oder weniger eingespielt.

 Und dann sind „wir“ wieder schwanger. Wenn wir schon mindestens zwei Kinder haben, erinnern wir Eltern uns daran, dass die kommende Zeit für die älteren Geschwister und uns Eltern eine besondere Zeit werden wird. Wenn wir bisher ein Kind haben, ahnen wir es....

 Wir wissen oder ahnen Dinge, die unserem jungen Kind vollkommen neu und unbekannt sind. Wir sprechen von Dingen, die unser älteres Kind noch nie gehört hat. Es schwirren Gefühle, Ängste, Freuden in der Familie herum – die unser älteres Kind mit all seinen Sinnen spürt.

 All dies kann (!) vom Kind wie ein Hindernis erlebt werden, das das natürliche Wachstum bremst. Es kann dies als Verunsicherung, als sogenannte „Entmutigung“ im Sinne der Telos®-Ermutigungspädagogik erfahren. Das Kind kann sich irritiert fühlen. Was zur Folge hat, dass das Kind mit übermäßiger Eifersucht oder mit extremen Auffälligkeiten reagiert.[1] Sind wir allerdings aufmerksam und achten schon in der Zeit der beginnenden Schwangerschaft die Reaktionen unseres Kindes, dann können wir mit ihm die Geburt seines Geschwisters in Freude und Zuversicht erwarten. Und die erste Zeit mit dem Baby harmonisch erleben.

 

1.1        Sicherheit für das große Geschwister – den Knoten am Mobile fester knüpfen

 Es gibt einige Hilfsmittel für uns Eltern, die es dem oder den älteren Geschwistern erleichtern, sich auf das neue Geschwister positiv einzustellen.

 Einige Eltern sagen im Nachhinein: „Mein Großes war nie eifersüchtig!“ Schön! Das perfekte Zeichen, dass Sie es richtig gemacht haben. „Perfekte Erziehung“ hat stattgefunden – oder?

 Eifersucht ist jedoch ein gutes Zeichen! Zeigt es doch, dass es unserem Großen wichtig ist, zu uns zu gehören, dass es seinen Platz in der Familie verteidigen will.

 So geht es also in diesem Buch nicht darum, Eifersucht zu vermeiden. Vielmehr werden in diesem Buch Dinge gezeigt, die helfen, dass das Kind sieht, spürt und vor allem selber glaubt, dass es uns Eltern so, wie es gerade ist, wichtig, wertvoll und liebenswert ist! Die Eifersucht kann dann kommen – oder auch nicht – sie zieht dem großen Kind und uns selber aber nicht die Füße unter dem Familien-Boden weg.

 Dazu ist es wichtig, dass wir unser Kind so gut wie möglich versehen und mit allen Sinnen spüren, was in ihm vorgeht: Um zu verstehen, welches Handeln einen unsichtbaren, weil unbewussten Auslöser hat. Auch unser elterliches Handeln können wir auf diese Weise unter die Lupe nehmen.

 Als Eltern haben wir alle das Anliegen: Unsere Kinder lieb haben. Wir können jederzeit neu anfangen und uns (!) und unsere Kinder in Liebe annehmen!

  


[1] Wer sich ausführlicher mit der Telos®-Ermutigungspädagogik befassen möchte, dem empfehle ich meine bisherigen Bücher „WUNDER-Punkt“ und „Die Trotzphase gibt es nicht“.

 

 (... ... ...)

 Rücksicht nehmen

 Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto dicker wird der Bauch. Für manche Kinder kommt nun wirklich die Zeit, in der sie zum ersten Mal Rücksicht auf das Baby nehmen müssen:

 „Liebes Kind, ich kann dich leider nicht mehr so gut hoch nehmen und so lange tragen! Mein Rücken tut mir sonst arg weh, weil er schon das kleine Baby im Bauch trägt.“

 Wie gemein! Gemein? Vielleicht. Mehr aber auch eine Chance, groß zu werden.

 So können Sie es Ihrem Kind sagen:

 „Du bist nun schon so groß, dass du gut noch ein kleines Stückchen laufen kannst! Ich sehe es dir an der Nasenspitze an.“ –

 „Guck mal, wenn du hier und da auftrittst, kannst du schon ganz alleine in den Autokindersitz klettern. Prima! Du bist schon ein großes, selbständiges Kind!“ -

 „Schön, dass Papa heute Zeit hat zum Mitgehen. Papa trägt dich vielleicht noch ein kleines Stück, oder?“

 Auf Mamas Schoß ist bald kein Platz mehr für das Große, oder nur noch ein kleiner. Da „sitzt“ nämlich schon das Baby.

 So können Sie es Ihrem Kind sagen:

 „Wenn du dich ein bisschen klein machst, habt ihr beide Platz. Ich bin froh, dass du gut Obacht gibst. Das Baby im Bauch ist ja noch ziemlich klein und empfindlich!“

 Jetzt kann das Große üben, Rücksicht zu nehmen, etwas zurück zu stehen, hilfreich beizustehen. Ermutigen Sie es! Mag seine Unterstützung auch noch so winzig sein! Sagen Sie:

 „Ich freue mich schon, wenn unser Baby da ist. Ich merke schon jetzt, was für ein tüchtiges, liebes und vorsichtiges Geschwister du bist!“

 Dies sind Sätze, die sich unbewusst einprägen. Das Kind hört „Ich bin hilfreich! Mein Beitrag (in diesem Falle: zurückzustecken) wird bemerkt und ist willkommen.“ Das Kind fühlt sich angenommen – das ist es, was es als „mutiges“ Kind will. Darauf wird es, wenn das Baby geboren ist, zurückgreifen: Sein helfendes Verhalten wiederholen.

 Bei ganz jungen Kindern stellt sich das Thema vielleicht ein bisschen anders dar, weil sie noch kleiner und leichter sind – für beide (Kind im Bauch, Kind auf dem Schoß) ist Platz.

 So können Sie es auch ganz jungen Kindern sagen, wenn das junge Kind am Schoß Ihnen zu viel ist: Lenken Sie Ihr Einjähriges ab, indem Sie ihm und dem Baby im Bauch ein Lied vorsingen, einen kleinen Reim aufsagen, spontan einen Zweizeiler dichten. Dabei können Sie die eine Hand auf Ihr Kind neben sich, die andere Hand auf Ihr Kind in Ihrem Bauch legen.

 Achten Sie auf die ständig zunehmende Selbständigkeit Ihres Ein-Jährigen! Heute kann es möglicherweise einen weiteren Handgriff oder Schritt tun, der Sie entlastet, zu dem es gestern noch nicht in der Lage war. Gehen Sie immer wieder in die „Beobachter-Position“: Überprüfen Sie wiederholt Ihre eigenen routinierten Handgriffe und ändern Sie diese, sobald das Kind eine kleine Bewegung hinzugelernt hat! Beim Wickeln, beim Hineinsetzen in den Autositz/Kinderwagen, beim Anziehen, …

 Säuglinge besuchen

 Für alle werdenden Geschwister, vor allem aber für die ganz jungen, ist es eine große Hilfe, wenn sie Säuglinge sehen oder gar mit ihnen Kontakt aufnehmen können. Beim Abholen in der Krippe kann sich eine solche Gelegenheit bieten: Fragen Sie Mutter und älteres Geschwister eines „Frischlings“, ob Sie in den Kinderwagen schauen dürfen. Beziehen Sie Ihr „großes“ Kind mit ein: Nehmen Sie es auf den Arm oder gehen Sie in die Hocke auf seine Augenhöhe. Gehen Sie gemeinsam dem Wunder des neuen Lebens nach. Sprechen Sie leise aus, was Sie sehen:

 „Das Baby ist noch ganz klein! Es schläft noch ganz viel. Schau mal, wie winzig seine Händchen sind.“

 „Oh! Das Baby weint aber laut! Es kann noch kein Wort sagen: Ich glaube, es will zu seiner Mama/ hat Hunger…“

 Dann wenden Sie sich Ihrem Bauch zu: „Unser Baby wird auch so klein sein.“ Berühren Sie dabei Ihren Bauch.

 Vielleicht bietet sich auch die Gelegenheit, eine Familie mit Neugeborenem zu besuchen. Wenn möglich, nehmen Sie das winzige Baby in den Arm, wenn Sie es dürfen. Sprechen Sie dazu leise aus, was Sie tun: „Ich nehme das kleine Baby ganz vorsichtig. Ich halte seinen Kopf. Jetzt liegt es ganz geborgen in meinem Arm.“ Dann wenden Sie sich Ihrem Kind zu: „Möchtest Du es auch einmal ganz vorsichtig streicheln?“ Führen Sie dabei – je nach Alter Ihres Kindes – unbedingt behutsam die Hand Ihres Kindes! Über Ihre Bewegungen erfährt es im Tun, wie man ein so junges Kind vorsichtig streichelt (eventuell am durch die Kleidung gut geschützten Bein oder Fuß des Säuglings).

 Möglicherweise merken Sie, dass Ihr Kind eifersüchtig wird: Vielleicht möchte es jetzt selber auf Ihren Schoß. Vielleicht versucht es, den Säugling weg zu schubsen. Vielleicht schreit es laut nach Aufmerksamkeit. Bemerken und benennen Sie dies. „Möchtest du, dass ich das Baby zurücklege? Das kann ich machen.“ Während Sie den Säugling seiner Mutter zurückgeben, wenden Sie sich Ihrem Kind zu: „Jetzt kann die Mama sich gut um das Baby kümmern. Und du kommst zu mir!“ Während Sie Ihr Kind liebevoll schmusen, sagen Sie leise: „Das kleine Baby braucht seine Mama. Unser Baby braucht auch seine Mama. Ich bin seine Mama. – Und ich bin auch deine Mama. Ich hab euch beide lieb.“

 (... ... ...)

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  Aus Kritiken zu ersten Auflage (von 2012):

"... Dieses Buch hat mir neuen Mut gemacht...."

" ... Gute Tipps wie man das ältere Geschwisterkind auf die Geburt vorbereiten kann. ... werden die verschiedenen "Gesichter" von Eifersucht aufgezeigt. ... Der Abstand zwischen meinen Sohn und meiner Tochter beträgt 19 Monate."

 "... bin voll und ganz zufrieden..."

"... Man kann sich viele Tricks abschauen, wie man den Großen integrieren kann und wird gleich davor gewarnt, , sich nicht zu viel Euphorie für den Neuzuwachs vom Großen zu erwarten. Das fand ich wichtig!"

"... Ein bisschen Angst macht es mir schon, wenn ich daran danke, dass ich bald zwei Kinder habe und eines, meistens das ältere, dadurch vernachlässigt wird. In diesem Buch gibt es aber hilfreiche Tipps."

"... Das Buch enthält einige hilfreiche Tipps, die ich bereits erfolgreich ausprobiert habe."

" Das Buch ist gut zum Lesen und sehr gut beschrieben. Als Ratgeber ist dieses Buch sehr zu empfehlen, es trifft vieles zu."

"... Das beste Geschwisterbuch überhaupt."

 

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weitere Bücher:

 Diese sind nur noch kurz im Handel, weil ich darin die Pädagogik beschreibe, die ich früher vertreten habe.

- Kindern beim Entfalten zusehen - Aus dem Leben einer Kinder-Gärtnerin (nur noch kurze Zeit im Handel zu kaufen)

- Die Trotzphase gibt es nicht! (nur noch kurze Zeit im Handel zu kaufen)

- WUNDER-Punkt (nur noch kurze Zeit im Handel zu kaufen)